Injektionsutensilien

Durch mehrfachen Gebrauch von Injektionsbestecken werden die Nadeln stumpf und hackenförmig verbogen. Auf diese Weise wird vermehrt neben die Venen gespritzt oder die angestochene Vene wird verletzt, und das Gewebe quillt durch auslaufendes Blut etwas auf. In diesem geschädigten Gewebe können eitererregende Bakterien leicht gedeihen. Durch Kratzen und unzweckmässige Pflege werden solche Stellen häufig zu gefährlichen Eiterherden. Der Eiter verschleppt sich als Blutvergiftung in den ganzen Körper und es kommt zu bakteriellen Ablegern an Herzklappen, Lungen, Gehirn und anderswo.

Impetigo contagiosa, der Schleppeiter, ist die sichtbare Folge von Juckreiz bei exzessiven Kokaininjektionen: Kokain erzeugt durch zentralnervöse und peripher lokale Mechanismen Juckreiz. Durch Drücken, Kratzen und Grübeln entstehen Geschwüre auf der Haut. Diese Geschwüre werden durch Eiter erregende Bakterien besiedelt. Die Junkies der 90-er Jahre starben nicht selten an einer Blutvergiftung.
Beim Fixen werden noch grössere Kokainmengen auf einmal wirksam. Die kardiovaskulären und die psychosozialen Risiken sind noch grösser als beim Sniffen oder Rauchen.